Design Advantage Forum & Creative Connection #2: Adobes kreativer Doppelpass

Adobe verwandelte die Kölner Vulkanhalle mithilfe eines bunt gemischten Programmes und interessierten Zuhörern in einen kreativen Schmelztiegel.

Oft steht Köln für Karneval, den Dom und Kölsch. Das war anders in der vergangenen Woche, als Adobe in die Kölner Vulkan Halle einlud, um sich mit einem bunt gemischten Publikum über Design Advantage und Design Thinking auszutauschen. Parallel dazu wurde die beliebte Experience Area geöffnet, wo Profis den interessierten Gästen die neuesten Adobe Apps nahebrachten. Im Anschluss gab es auf der Abendveranstaltung Creative Connection #2 dann gekühltes Kölsch, gute Musik und inspirierende Gespräche. (Link zu Livia Post)

Unternehmen mit gutem Design haben in der digitalen Welt die Nase vorn – es ist dieser „Vorteil“ gegenüber Konkurrenten, um auf dem Design Advantage Forum in Köln ging. Wir haben in diesem Artikel einige Highlights für euch zusammengefasst – alle Videos des Tages findet ihr auf unserem YouTube-Kanal!

In der Automobilindustrie ist Design natürlich ein sehr wichtiges Thema. Einer der bekanntesten Industriedesigner in diesem Bereich ist Prof. Paolo Tumminelli, der in der Vergangenheit bereits für VW und Audi bahnbrechende Designs konzipiert hat und unsere Vortragsreihe, unter der Überschrift Design 2 Go, eröffnete:

 

Nach einem inspirierenden und vielschichtigen Eröffnungsvortrag war als nächstes John Travis, Vice President of Marketing bei Adobe Systems Europe, an der Reihe. Ihm ging es vor allem um die digitale Transformation, welche Adobe in den letzten Jahren durchlebt hat – und dies immer noch tut:

 

„Nackt sind wir alle schöner“ – Jürgen Bock überrascht immer wieder durch seine kreativ-gewählten Überschriften. Bei der Otto Group ist er für den Bereich „Kulturentwicklung und Corporate Values“ zuständig – in Köln sprach er über Vertrauenskultur als Basis von Kreativität in einem Unternehmen:

 

Am Nachmittag war es Prof. Dr. Gunter Dueck, der mit seinem Vortrag für Aufsehen, Nachdenklichkeit und Gelächter sorgte – alles innerhalb von 30 Minuten! In seiner Keynote ging es um Sicherheitsgefühle & Ängste der Menschen im digitalen Zeitalter. Sehenswert:

 

Der abschließende Teil des Design Advantage Forum wurde durch Tony Markovski, Head of Mobile bei Adobe Systems Europe, eröffnet. Der charismatische Gast aus Schweden ging nochmals detailliert und anhand von Beispielen (Klassisches Unternehmen vs. Startup Unternehmen) auf die digitale Transformation der Industrie ein:

 

Nachdem der ganze Tag inhaltlich im Zeichen von Design und digitaler Transformation stand, war es Zeit für die Creative Connection #2. Alle Infos zu der inspirierenden Abendveranstaltung findet ihr hier!

Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Adobe-Event und das nächste #CreativeMeetup – dann vielleicht in deiner Stadt!

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Creative Connection #2: Vom „Lächeln der Mona Lisa“ zum „Selbstporträt aus der Hölle“

Mona Lisa so richtig zum Lachen bringen, kann vielleicht nur Chuck Norris. Oder Photoshop Fix. Wie das geht, zeigte mein Kollege Rufus Deuchler letzte Woche bei der zweiten „Creative Connection“ mit seiner Demonstration der Magie dieser neuen iPad-App. Weitere Updates und neue Kreativtools unserer Creative Cloud, die kürzlich auf der Adobe Max vorgestellt wurden, konnten die Gäste in der „Experience Area“ selbst ausprobieren und mit Fotokünstlern wie Alexander Heinrichs oder DomQuichotte (Titelbild) ins Gespräch kommen. Für Stärkung sorgte unsere Donut-Wall, die in Köln genauso begeistert angenommen wurde, wie vor ein paar Wochen in Los Angeles.

Immer einen Biss wert: Die Donut-Wall auf der Creative Connection #2. Foto: Martin Moschek

Immer einen Biss wert: Die Donut-Wall auf der Creative Connection #2. Foto: Martin Moschek

Ähnlich wie auf der erfolgreichen Premiere der Creative Connection in Berlin nutzen auch in Köln viele Kreative auf Einladung von Adobe die Gelegenheit zum Kennenlernen, zum Ideenaustausch und zur Inspiration. Darunter zum Beispiel Meelah Adams und Erdal Ceylan, die hinter dem viralen Kurzfilm-Hit „Selfie from hell“ stecken oder auch Nachwuchstalent Lukas Loss mit seinem preisgekrönten Projekt „Public Brewing“. An seiner interaktiven Medienfassade konnten die Gäste ihr eigenes Bier brauen – ein perfekter Übergang zum geselligen Teil des Abends.

Einen hübschen Recap des Abends siehst du hier:

Sei bei der nächsten Creative Connection live dabei und promote dein Projekt

Ich freue mich jetzt schon auf das nächste #CreativeMeetup – dann vielleicht in deiner Stadt! Wenn du auf unserer Gästeliste dabei sein willst oder ein außergewöhnliches Projekt hast, das du gern der Kreativ-Szene vorstellen möchtest, dann kontaktiere mich gerne via adobe_dm@faktor.de.

Egal, wie alt du bist: Schabernack in einer Fotobox geht immer! Das bin ich mit meinen Kollegen Peter, Martin, Anja, Roman und Nicola auf der Creative Connection #2.

Egal, wie alt du bist: Schabernack in einer Fotobox geht immer! Das bin ich mit meinen Kollegen Peter, Martin, Anja, Roman und Nicola auf der Creative Connection #2.

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7 Dinge, die gute Kreativ-Manager ausmachen

Bist du ein Kreativ-Manager?

Wir wissen, dass gutes Design und blühendes Business Hand in Hand gehen. Um hier erfolgreich zu sein, braucht man jedoch nicht nur die besten Kreativ-Talente – sondern auch Menschen, die jene Talente in bester Weise managen und so sicherstellen, so dass sie sich entfalten und so brillante Ergebnisse erzielen können.

Kurzum: Gute Kreativ-Manager werden aktuell mehr als je zuvor benötigt. Wenn du also in der Position bist, Kreative zu managen, dann haben wir hier 7 Tipps für dich, auf die du achten solltest.

 

1. Gute Kreativ-Manager wissen, dass nicht sie im Mittelpunkt stehen.

Menschen zu führen ist etwas grundlegendes anderes, als einfach „nur“ mit ihnen zusammenzuarbeiten. Klar, man ist immer noch ein Team, aber als Vorgesetzter erweitert sich der Rahmen dessen, was beachtet werden muss, erheblich. Nicht nur die eigene Arbeit, Pläne und Bedürfnissen, sondern auch die der anderen gilt es zu berücksichtigen.

Hierfür braucht es eine klare Vision dessen, wie das eigene Team motiviert, geführt und zu bestmöglichen Leistungen gebracht werden soll. Dazu gehört es auch, entsprechende Ressourcen und benötigte Mittel bereitzustellen sowie immer ansprechbar zu sein, falls Fragen auftauchen.

 

2. Gute Kreativ-Manager geben eine klare Richtung vor. 

Wenn dein Team nicht weiß, wofür und woraufhin es arbeiten soll, hast du als Manager versagt. Um ein kreatives Team effektiv zu führen, musst du es wissen lassen, was genau du erreichen möchtest. Außerdem musst du Richtlinien aufstellen, die dem Team dabei helfen, eben diese Ziele bestmöglich zu verfolgen.

Es gehört zur Natur von gutem Design, dass es gemeinsam entsteht und sich dabei ständig weiterentwickelt. Klarheit ist daher essentiell für Kreativ-Teams, um die geforderten Ziele mit wirklich außergewöhnlichen Ergebnissen erreichen zu können.

 

3. Gute Kreativ-Manager werden auch selbst kreativ tätig.

Klar, du bist jetzt eigentlich Kreativ-Manager – aber dennoch hat dich der kreative Funke nie wirklich verlassen, oder? Du möchtest dich auch weiterhin selber kreativ verwirklichen, während du die kreativen Arbeiten der anderen koordinierst.

Eine gute Möglichkeit,  dies tun zu können ist es, beispielsweise Assistenten einzustellen, die dir einen Teil der organisatorischen Arbeiten abnehmen. So schaffst du dir den nötigen Freiraum, selbst wieder mehr kreativ zu werden.

Und das wiederum ist nicht nur gut für dich als Kreativer, sondern auch als Führungskraft. Denn so hast du einen direkten und kontinuierlichen Austausch mit deinem Team und kannst deren tägliche Herausforderungen besser nachvollziehen und darauf eingehen.

 

4. Gute Kreativ-Manager nehmen sich die Zeit, um sich zu fokussieren.

Angenommen, du bist bereits in einer Position, in der du an deinen eigenen Kreativ-Projekten arbeiten kannst. Trotzdem scheint es so, dass du nicht eine einzige Minute arbeiten kannst, ohne unterbrochen zu werden.

Nun, die gute Nachricht ist: Es ist in Ordnung, sich ganz bewusst auch mal Zeit für die eigene Arbeit zu nehmen. Dafür gibt es verschiedene Methoden, wichtig ist vor allem: Räume dir selbst Zeit ein, in der du konzentriert und fokussiert an deine Projekte denkst und diese effektiv vorantreibst, anstatt andere in ihren Aktivitäten zu unterstützen.

 

5. Gute Kreativ-Manager nutzen die richtigen Kommunikationskanäle.

Als Kreativ-Manager ist es von zentraler Bedeutung,  auf bestmögliche Weise mit deinem Team zu kommunizieren. Egal, ob es um das Ansetzen von Meetings, das Schreiben von Mails für wichtige Projekt-Updates oder ab und an kurze (Chat-)Messages für schnelle Fragen oder kleinere Probleme geht.

Unser Tipp: Nutze die Möglichkeiten der Creative Cloud Libraries, um sicherzustellen, dass alle in deinem Team immer up-to-date sind und von überall Zugriff auf den aktuellen Stand des Projekts haben. Denn Fakt ist: Alle Kreativität reicht nicht, wenn ihr nicht angemessen miteinander kommuniziert.

 

6. Gute Kreativ-Manager unterstützen ihr Team – im angemessenen Rahmen.

Unterstützung ist wichtig – Autonomie, sprich eigenverantwortliches Arbeiten, aber mindestens genauso. Kluge Kreativ-Manager wissen, wie sie herausfinden, welche Art der Unterstützung ihre Angestellten gerade benötigen. Aber sie wissen auch, wie wichtig es ist, die Erwartungshaltung an die Angestellten klar zu definieren, so dass das Team glatt durch ein Projekt läuft.

Bei den täglichen Check-In Meetings ist es beispielsweise wichtig, ein Zeitlimit zu bestimmen. Wenn du mehr Wert auf E-Mail-Kommunikation legst, definiere ein bestimmtes Zeitfenster, in dem auf Mails geantwortet werden soll.

Merke: Gib deinen Mitarbeitern was sie brauchen und sie werden mehr Kapazitäten für das haben,  was du brauchst. 

 

7. Gute Kreativ-Manager finden Möglichkeiten, ihr Team zu unterstützen.

Die erfolgreichsten Teams beruhen auf einer „Geben-und Nehmen-Mentalität“. Wenn du dein Team effektiv unterstützt, bist du in der besten Lage, von deinem Team die Unterstützung zu erhalten, die du benötigst. Wenn jemand anderes die Aufgabe erledigen kann, dann delegiere.

Design als Gemeinschaftsarbeit bedeutet, dass nicht alles auf deinen Schultern lastet. Und genau dafür ist dein Team da – um Unterstützung zu gewährleisten, wo sie gebraucht wird. Es gibt hierfür keine festgelegten Regeln. Vielmehr gehört hierzu, das richtige Feingefühl und Empathie zu entwickeln.

Je eher du weißt, wo du unterstützen kannst und wo du selbst Hilfe brauchst, desto eher hast du die richtigen Leute um dich herum, die dir in den jeweiligen Gebieten zur Seite stehen.

 

Kreativ-Manager verstehen den Vorteil von Design

Design kann den entscheidenden Vorteil bedeuten. Kreativ-Manager zu sein, bedeutet, sich dessen bewusst zu sein und zu wissen, dass der Zugang zu einem starken Team und die Nutzung gemeinsamer Workflows und vernetzter Assets, der Schlüssel für bestmögliche Ergebnisse ist.

Weitere Infos zur Rolle von Kreativ-Managern findest du übrigens auch in unserem kostenlosen Design Advantage Report.
Nach 99u’s Original-Artikel „7 Secrets to Being an Extraordinary Creative Manager“.

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Storytelling-App Adobe Slate nun auch als Browser-Version verfügbar

Ich liebe Geschichten, vor allem wenn sie visuell erzählt werden. Daher freue mich, dass es mit der nagelneuen Web-App unserer Storytelling-Anwendung Adobe Slate jetzt eine weitere Möglichkeit gibt, in wenigen Minuten aus euren Fotos mit passen Texten beeindruckende Inhalte auf professionellem Niveau zu kreieren.

Überall auf Projekte aus Adobe Slate zugreifen können

Ob Foto-Reportagen, Newsletter, Einladungen oder Reise-Tagebücher – ab jetzt könnt ihr wählen, ob ihr mit der iPad-App oder im Desktop-Browser eure Inspiration in grandiose Entwürfe verwandelt. Alle Projekte werden automatisch über die Creative Cloud zwischen Computer und Tablet synchronisiert, sodass ihr überall auf sie zugreifen und sie bearbeiten könnt. Unabhängig von der gewählten App-Variante, könnt ihr eure Entwürfe über das Web teilen, so dass jeder sie auch ohne eigenen Slate-Account betrachten kann.

Das Schöne an Adobe Slate ist die intuitive Bedienung. Ihr braucht keine Design-Ausbildung und müsst auch nicht programmieren können, um großartige Layouts zu erschaffen. Die Darstellung eurer Entwürfe passt sich zudem automatisch an die Display-Auflösung an und sieht daher auf jedem Device wunderbar aus. Slate ist als kostenlose App erhältlich. Ein Abo für die Creative Cloud braucht ihr nicht, um sie nutzen zu können (eines zu haben, bietet euch aber deutlich mehr Möglichkeiten, wie zum Beispiel den direkten Zugriff auf Bilder eurer Lightroom Mobile Sammlungen).

Inspirierende Slate-Beispiele

Schaut doch mal, welch stylisches Storytelling folgende Fotokünstler mit Adobe Slate umgesetzt haben, ohne eine Zeile Code schreiben zu müssen:

  • K&G Go Iceland / Das Foto-Slate-Tagebuch
    Das Kölner Foto-Studio Krolop & Gerst nutzt Slate, um seinen Fans einen Blick hinter die Kulissen seiner Shootings im wunderschönen Island zu ermöglichen.
    Hier im Web anschauen
  • Road To Max – Krusibusi und Paulimauli in Amerika
    Distel-Attacken, Burger-Orgien und Staubwolken im Sonnenaufgang: Paul Ripke und Jenny Krause haben ihren abenteuerlichen Road-Trip zur Adobe Max, der Hausmesse von Adobe, mit Slate dokumentiert.
    Mehr dazu hier im Blog
  • Docma Award 2015
    Wie man einen beeindruckenden Award-Jahrgang mit einer Rückschau zeitgemäß würdigt, demonstriert Docma, das Magazin für Bildbearbeitung, mit diesem schönen Slate-Tagebuch zum Docma-Award 2015.
    Hier im Web anschauen

Juckt es euch in den Fingern? Mehr über Adobe Slate erfahrt ihr hier. Wenn ihr es ausprobiert habt, würde ich gern erfahren, was ihr von Adobe Slate haltet. Schreibt es in den Kommentar-Bereich oder twittert es an @SvenDoelle und @AdobeDach mit #MadewithSlate.

Viele Grüße
Euer Sven

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„Best of the Best“: Bunt, bunter, Stuttgart – wie ein kreatives Integrations-Projekt für vier Mediendesign-Studenten zum Karriere-Sprungbrett wird

Die Macher hinter "Stuttgart - simply colourful": Vera Oberlader, Romana Wiesner, Fabian Karrer und Annika Heß.

Die Macher hinter “Stuttgart – simply colourful”: Vera Oberlader, Romana Wiesner, Fabian Karrer und Annika Heß.

Im letzten Teil unserer Porträt-Serie zum Red Dot: Junior Prize präsentieren wir euch die vier Macher hinter dem Projekt “Stuttgart – simply colourful”.

Was macht eine Stadt aus? Ist es die Architektur, die Lage oder die Geschichte? Oder sind es ganz einfach die Menschen, die einem Ort seine besondere Identität verleihen? Diese Fragen haben sich Vera Oberlader (26), Annika Heß (23), Fabian Karrer (22) und Romana Wieser (25) für ihr Projekt „Stuttgart – simply colourful“ gestellt. „Die verschiedenen Kulturen machen die Stadt aus. Jeder Mensch, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Herkunft, ist ein Teil des Erscheinungsbildes“, erklärt Annika Heß.

Um diesen Gemeinschafts-Gedanken visuell zu veranschaulichen, entwickelten die vier Mediendesign-Studenten der DHBW Ravensburg ein umfangreiches Kreativ-Konzept, das die Kommunikation und Integration in der Schwabenstadt fördern soll. „Mit dem Projekt wollten wir eine klare Position beziehen. Ein bunter Mix macht doch eine Stadt aus. So steht in unserem Konzept Farbe als Symbol dieser Vielfalt“, sagt Fabian Karrer.

Von der inspirierenden Fotobox zur Integration der ganzen Stadt

„Die Aufgabenstellung lautete, das Erscheinungsbild einer Stadt zu verändern. Da wir alle Schwaben sind, haben wir uns für Stuttgart entschieden. Wir wollten mit der Arbeit einen Teil zur Flüchtlingsdebatte beitragen, so kamen wir zu dem integrativen Hintergrund“, erläutert Annika Heß.

Für ihr Projekt konstruierten die Nachwuchsdesigner eine zwei Meter hohe bunte Fotobox, mit der der Nutzer über einen Bildschirm kreativ interagieren kann. Nach der Beantwortung einiger Fragen druckt die Box ein Porträt als individuelle abstrakte Grafik. Gleichzeitig dient das Foto als Postkarte.

„Die Box fragt den Nutzer etwas Persönliches wie das Alter oder Geschlecht und etwas über die Stadt Stuttgart. Anschließend wird ein Foto von der teilnehmenden Person aufgenommen. Daraus entwickelt die Box eine abstrakte Grafik. Da das Porträt gleichzeitig eine Postkarte ist, kann der Integrations-Gedanke um die ganze Welt geschickt werden“, erläutert Fabian Karrer das Konzept, das auf seinem Behance-Profil und seiner Homepage näher erläutert wird.

Durch die Abfolge der Fotobox führt ein Assistent, der den Nutzern auf Basis eines Click-Dummys präsentiert, wie das spätere Ergebnis aussehen könnte. Als Rechner kommt ein iPad zum Einsatz.  Die Benutzerfreundlichkeit der interaktiven Abfolge auf den Screens testeten die vier Studenten, indem sie Bürger aus der Stadt in die Universität einluden. Da die Fotobox bisher nur ein Prototyp ist, beruhen die abstrakten Porträts auf Grafiken, die die Vier in Adobe Illustrator erstellen. Für eine finale Umsetzung der Box müsste eine umfangreiche Software noch geschrieben werden.

Prototyp sucht Platz: So könnte Stuttgart zu einer großen Porträt-Galerie werden

Stuttgart_simplycolourful_4Bislang stand die Fotobox zu Demonstrationszwecken zeitweilig im Hochschulgebäude der DHBW Ravensburg. Liebend gern würde das Macher-Quartett weitere Fotoboxen in der ganzen Stadt aufstellen. „Das auffällig Design der Box würde viel Aufmerksamkeit für unser Projekt erregen“, ist sich Fabian sicher.

Darüber hinaus sollen die abstrakten Porträts das gesamte Erscheinungsbild Stuttgarts verändern. „Die Stadt hat sehr viele kubische Elemente wie die Fassade des Kunstmuseums. Die Porträts könnten darauf super platziert werden. So würden wir den gesamten Raum Stuttgarts für unser Projekt nutzen“, sagt Annika Heß. Dafür sieht das Konzept der vier Nachwuchsdesigner vor, dass zum Beispiel auf Bussen, Rolltreppen und Spielplätzen die abstrakten Porträts abgebildet werden.

Eine Finanzierung und Umsetzung weiterer Installationen in der Stadt wird gerade geprüft. „So wäre das Projekt allgegenwärtig. Die Menschen hätten Spaß an den bunten Porträts und die Integration könnte gefördert werden“, sagt Annika Heß.

Simply colourful – mit den Tools der Adobe Creative Cloud

Die vier Kreativ-Talente profitierten bei ihrem Projekt von vielen Tools der Creative Cloud. „Das Logo und die grafischen Elemente unserer Arbeit haben wir mit Illustrator entworfen. Die Konzeptbilder für eine mögliche Verwendung in der Stadt sind mit Photoshop entstanden und das Case-Video haben wir mit Audition und Premiere erstellt“, gibt Annika Heß Einblick in den kreativen Prozess.

„Best of the Best“ als Sprungbrett zur Kreativ-Karriere

Neben einer Nominierung für den German Design Award 2016 und dem Gewinn des D&AD Wooden Pencil erhielt „Stuttgart – simply colourful“ die Auszeichnung „Best of the Best“ im Rahmen des Red Dot: Junior Prize. „Unser Dozent hat uns empfohlen unser Projekt einzuschicken. Mit der Auszeichnung haben wir überhaupt nicht gerechnet“, sagt Annika Heß. Fabian blickt bereits euphorisch auf die Preisverleihung am 6. November 2015 im Konzerthaus Berlin. „Für uns ist das eine Riesenchance. Wir sind jetzt schon aufgeregt und hoffen natürlich auf den Award.“

Für die vier Grafikdesigner kann der Award zum Sprungbrett der Kreativ-Karriere werden. Während Vera Oberlader und Annika Heß nach ihrem Bachelor erste praktische Erfahrungen in einer Werbeagentur sammeln, sind Fabian Karrer und Romana Wiesner noch auf der Suche nach dem idealen Job. „Ich möchte zu einem Designbüro, bei dem der Stil und die Menschen passen. Die Auszeichnung ‚Best of the Best‘ ist bei der Suche tolle Eigenwerbung“, erklärt Fabian Karrer.

Mehr aus unserer Porträt-Reihe zu den “Best of the Best” des Red Dot: Junior Prize:

Zum Porträt von Videokünstlerin Viola Konrad
Zum Porträt von Illustratorin Lara Wilkin
Zum Porträt von Medienfassaden-Spezialist Lukas Loss
Zum Überblicks-Post

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